So global wie nötig, so lokal wie möglich

Unsere globalisierte Welt hat uns viele Perspektiven eröffnet und ist wesentlicher Bestandteil unseres Wohlstands. Regionale Kreisläufe sind in den Hintergrund getreten. Angesichts der drohenden Klimakrise, deren wichtiger Mitverursacher der zunehmende globale Verkehr ist, gewinnen regionale Kreisläufe wieder an Bedeutung.  Ein neues Gleichgewicht ist zu finden nach dem Motto „so global wie nötig, so lokal wie möglich“.  Unter diesem Aspekt finden mehrere Maßnahmen in der Energieregion Vorderwald statt:

„Wie regional sind unsere Lebensmittel?“
Die Herkunft unserer Lebensmittel ist wichtiger Diskussionspunkt. Gerade im landwirtschaftlich dominierten Vorderwald bewegt das aktuelle Thema die Gemüter von LandwirtInnen und VerbraucherInnen gleichermaßen. Das zeigte die Veranstaltung mit Hannes Royer im November 2019 im voll besetzten Ritter-von-Bergmann Saal in Hittisau sowie die „Mehrwert für alle“ Exkursion  „Küche trifft Landwirtschaft“. In den einzelnen Gemeinden gibt es zahlreiche Initiativen zur Nahversorgung – z.B. in Sibratsgfäll -, in jeder Gemeinde gibt es mindestens einen Lebensmittelladen und die noch junge Naturparkmetzgerei Nagelfluhkette begründet als Genossenschaft neue Strukturen in der Region.

Versorgung mit Strom und Wärme
Die fossilen Energieträger Gas und Öl sind mit die Hauptverursacher des Klimawandels und machen uns abhängig von krisengeschüttelten Ländern. Wie kann also eine regionale Versorgung mit Strom und Wärme ausschauen? Holz und Sonne als erneuerbare Energieträger sind in der Region in Fülle vorhanden. Die Region setzt auf Sonnenstrom und Bürgerbeteiligung, in jeder Gemeinde gibt es kommunale Dächer mit PV Anlagen, der Zuwachs an Strom und Wärme aus der Sonne ist enorm.  Biomasse ist jetzt schon  wichtigster Wärmelieferant, in jeder Gemeinde gibt es ein Biomassenahwärmenetz, die Brennholzbörse bringt Nichtwaldbesitzer mit Waldbesitzern zusammen. So können auch Nichtwaldbesitzer Brennholz selbst machen.