Mobil mit Stil:
Rad, Bus, E-Mobilität und Car-Sharing
Immer mehr Wege auf dem Fahrrad
Fahrradfahren ist seit Jahren im Aufwärtstrend bei den touristischen Aktivitäten und das E-Bike ermöglicht die mühelose Erkundung von bergigen Regionen wie dem Vorderwald. Zudem sind in mittleren Höhenlagen aufgrund des Klimawandels Alternativen zum Wintertourismus gefragt. Fahrradfahren als nachhaltige Freizeitaktivität könnte eine davon sein.
Aber auch bei den Alltags-Wegen eröffnet die rasch steigende Verbreitung des Elektrofahrrads neue Möglichkeiten. So pendeln immer mehr Menschen aus dem Vorderwald mit dem (Elektro-) Fahrrad sogar bis ins Rheintal zur Arbeit und auch die Verbindungen zwischen den Orten werden verstärkt mit dem klimafreundlichen Verkehrsmittel genutzt. Die Förderaktion „Job-Rad“ 2018 unterstützte diesen Trend: Im Rahmen der Aktion wurden 44 Job-Räder in Gemeinden und Betrieben angeschafft. Um das Fahrrad als Alternative zum Auto jedoch noch attraktiver zu machen, müssen Verbindungen geschaffen werden, auf denen man nicht nur schnell, sondern auch sicher und komfortabel unterwegs sein kann.

Grundlage: ein aussagekräftiges Radroutenkonzept
In einem ersten Schritt wurde dafür 2019-2021 das bestehende Radroutenkonzept aktualisiert und vom Land Vorarlberg zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Konzept wurde von allen Gemeindevertretungen beschlossen. Damit sehen alle Gemeinden sichere, alltagstaugliche Radverbindungen als gemeinsames Ziel.
Vorprojektierung der einzelnen Routenabschnitte
Im Rahmen des LEADER-Projekts „Radeln im Grenzbereich“ wurden auf Basis des Radroutenkonzepts ein konkreter Finanzierungs- und Umsetzungsplan für 16 Radabschnitte im Vorderwald erarbeitet.
Zur Ermittlung der konkreten Nachfrage nach „Bus & Bike“-Stationen wurde im Projekt eine mobile und energieautarke E-Bike Abstell- und Ladebox entwickelt: der „ChargerCube“ ist eine Fahrradabstellanlage, an der E-Bikes kostenlos mit auf der Anlage produziertem Sonnenstrom geladen werden können. Seit 2022 wandert er durch die Region und ermöglicht das Laden der Rad-Batterie mit nachhaltigem Strom, während überdacht geparkt werden kann.

Das LEADER-Projekt „Radeln im Grenzbereich“ wurde unterstützt durch Bund, Land und europäische Union.
Bus: im Stundentakt durch den Vorderwald
Der Landbus Bregenzerwald erschließt alle neun Energieregions-Gemeinden wochentags mindestens im Stundentakt. Mit den Nachtbuslinien sind auch Nachtschwärmer sanft mobil. Für Fahrradausflüge aus dem, in den und im Bregenzerwald steht eine eigene Buslinie bereit: bei den beiden Fahrrad-Bus-Linien 8R1 und 8R2 lässt sich das eigene Fahrrad oder E-Bike auf den Anhänger des Linienbusses aufladen und unkompliziert mitnehmen. Alle Infos, Fahrpläne und Tarife hier.
E-PKWs: Ladestationen in jeder Gemeinde
Wer mit dem E-PKW unterwegs ist, findet in jeder Gemeinde der Energieregion Vorderwald mindestens eine öffentliche Ladestelle. Alle Infos dazu hier.
Car-Sharing: Auto teilen statt besitzen
In einigen Gemeinden steht das kommunale E-Auto als umweltfreundliche Alternative für alle Bürger*innen zur Verfügung. Die Buchung der Elektrofahrzeuge erfolgt in Sulzberg und Hittisau über Caruso Carsharing. In anderen Kommunen können sich Interessent*innen direkt an die Gemeindeverwaltung wenden.
Zudem gibt es einige weitere Initiativen, bei denen Nachbarn oder Ortsteile gemeinsam ein (Elektro-)Auto nutzen und so unter Umständen ein Zweitauto einsparen.